Venenheilkunde

Insuffiziente Venen sind eine häufig auftretende Erkrankung.
Bis zu 55% der Frauen und 45% der Männer leiden unter Symptomen wie Müdigkeit, Schmerzen und Oedemen (Schwellungen) der unteren Extremitäten. Zu den Hauptursachen gehört eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche. Überwiegend stehende oder sitzende Position im Beruf können dann zu einer Aggravation (Verschlimmerung) der Beschwerden führen. Auch vorausgegangene Thrombosen können die Drainagefunktion des Venensystems langfristig beeinträchtigen.

Insuffiziente Venen sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Bleiben sie unbehandelt, können Hautveränderungen und -verfärbungen sowie Entzündungen (Stauungsdermatitis, Stauungsekzem) oder sogar venöse Ulcera („offenes Bein“) entstehen.

In unserer Venensprechstunde werden Patienten mit Verdacht auf das Vorliegen einer Venenerkrankung (z.B. Varikosis (= Krampfaderleiden), postthrombotisches Syndrom, Pelvic congestion-Syndrom) untersucht und behandelt. Zunächst wird auf dem Boden einer Anamnese und körperlichen Untersuchung das Ausmass einer potentiellen Venenerkrankung erfasst.
Im Anschluss hieran erfolgt die duplexsonographische Untersuchung des tiefen und oberflächlichen Venensystems, einschliesslich der Überprüfung der Venenklappenfunktion. In der Zusammenschau der Befunde wird dann für jeden Patienten individuell die jeweils optimale Therapieform gewählt. Oft kommt dabei auch eine Kombination aus zwei Therapieverfahren zur Anwendung. 

Da wir Wert auf eine exakte Diagnostik und gute Beratung stellen, muss für den Erstkontakt i.d.R. eine Konsultationszeit von 1,5 h eingeplant werden. 

Unsere Therapieentscheidungen werden auf der Grundlage ausführlicher Diagnostik und im Einklang mit nationalen und internationalen Leitlinien individuell getroffen und durch unser Team durchgeführt. Dabei stehen uns modernste Therapiemethoden, wie ein Zweiringfaser Diodenlaser, zur Verfügung. Mit Hilfe der endovenösen thermoablativen Verfahren (Laser und Radiofrequenz) können grössere Krampfadern behandelt werden, so dass in > 90% der Fälle eine, einen stationären Aufenthalt erforderliche, chirurgische Therapie (Crossektomie/Stripping) in Vollnarkose vermieden werden kann.
Varizen mittlerer Grösse können verödet werden, sogenannte Sklerotherapie oder ambulant in Lokalanaesthesie entfernt werden. Für intrakutane venöse Teleangiektasien, sogenannte „Besenreiser“ setzen wir ebenfalls die Sklerotherapie ein.
Auch das Verschliessen der Stammvarizen mittels eines medizinischen Klebers (VenaSeal™), welcher seit 2011 in der Schweiz zugelassen ist, haben wir in unser Leistungsangebot aufgenommen. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass keine Lokalanaesthesie erforderlich ist und der Patient seine Arbeitstätigkeit, unmittelbar nach der Intervention, fortsetzen kann.

Unser Angebot

  • Venensprechstunde (Plethysmographie, Ultraschall-Diagnostik und Therapieberatung
  • Miniphlebektomie (ambulante chirurgische Entfernung kleiner/mittelgrosser variköser Venen in Lokalanaesthesie)
  • Sklerotherapie (Veröden von Krampfadern mittels Injektion von Aethoxyskerol®)
  • Endovenöse Lasertherapie (ELVeS® Radial® 2ring-Faser)
  • Endovenöse Radiofrequenztherapie
  • VenaSeal™ („Venenkleber“)
  • Thrombophilieabklärung
  • Mikrolymphograpie

Anmeldung und Check-in