Kathetertherapie (PTA)

Der von A. Grüntzig vor 25 Jahren in Zürich entwickelte Ballonkatheter hat die Gefässtherapie in Angiologie und Kardiologie revolutioniert. Wir sind stolz darauf, die Methode direkt von Grüntzig übernommen und bereits 1977 in Bern eingeführt zu haben.

Bild: Schweizerische Herzstiftung

Die Katheter werden perkutan, das heisst durch die Haut hindurch, in Lokalanästhesie ins Gefäss gebracht und transluminal, das heisst in der bestehenden Gefässlichtung, vorgeschoben bis zum Strömungshindernis, das mit dem Ballon angioplastisch aufgedehnt wird. Von diesem Begriffen leitet sich die gängige Abkürzung PTA ab. Zur Behandlung mit dieser Methode kommen vor allem kürzere Stenosen und Verschlüsse der Bein- und Beckenarterien in Frage. Der Kathetereingriff erfordert 1 - 2 Tage Spitalaufenthalt, wobei Vor- und Nachuntersuchungen eingeschlossen sind. Kann mittels PTA allein kein befriedigendes Resultat erzielt werden, hilft eine neuere Entwicklung, die sogenannten Endoprothesen oder "Stents". Dies sind rohrförmige Metallgitter, die wie eine Armierung die Lichtung des Gefässes offenhalten.

Arterielle Verschlüsse können auch plötzlich auftreten. Ursache sind Embolien, das heisst Blutgerinnsel, die meist aus dem Herzen angeschwemmt werden, oder Gerinnsel, die sich im Gefäss selber am Ort von Wandveränderungen bilden. In dieser Situation können die Gerinnsel mit speziellen Kathetern abgesaugt oder mittels Medikamenten aufgelöst werden.